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St. Wilhelm: Einladung zum Weltgebetstag

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Kategorie
Sonstiges
Datum
5. März 2021 18:00
Veranstaltungsort
St. Wilhelm - Theodor-Heuss-Str. 25
Deutschland
Telefon
089 / 315 2222
E-Mail
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Weltgebetstag

 

Hallo liebe Weltgebetstags-Freunde,
lange haben wir überlegt, ob der Weltgebetstag in diesem Jahr stattfinden kann oder ob er besser ausfallen sollte. Doch wir haben uns gesagt, dass die Frauen von Vanuatu monatelang diese Gottesdienstordnung mit viel Liebe und Engagement erarbeitet haben und es sehr schade wäre, wenn alles vergeblich gewesen wäre.
Und wir dürfen ja Gottesdienst feiern, gerade der Kirchenraum von St. Wilhelm bietet sehr viel Platz.
Doch wird es Corona bedingt einige Änderungen geben:
Wir haben keine Vorbesprechung. Einige Frauen haben schon zugesagt, einen Sprechtext zu übernehmen. Wer etwas vorlesen möchte, kann sich gerne bei Brigitte Loipersberger oder bei mir melden.
Wir dürfen leider nicht singen, aber wir dürfen die Lieder von der Musik-CD abspielen und der Organist darf uns mit seinem Können erfreuen.
Auch das anschließende Zusammensein bei landestypischen Leckereien muss leider entfallen.
Der Gottesdienst darf 60 Minuten nicht überschreiten.

Aber auch mit diesen Auflagen werden wir alles tun, um einen informativen und lebendigen Weltgebetstag zu feiern.
Die Frauen aus Vanuatu laden uns dazu ganz herzlich ein:

2021 kommt der Weltgebetstag von Frauen des pazifischen Inselstaats Vanuatu.

Ökumenischer Weltgebetstag in Oberschleißheim
Mit einem ökumenischen Gottesdienst feiern am Freitag, 5. März, um 18 Uhr in der kath. Pfarrkirche St. Wilhelm die evangelische und die katholische Kirchengemeinde gemeinsam den Weltgebetstag. Gastland in diesem Jahr ist der pazifische Inselstaat Vanuatu.

Felsenfester Grund für alles Handeln sollten Jesu Worte sein. Dazu wollen die Frauen aus Vanuatu in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2021 ermutigen. „Worauf bauen wir?“, ist das Motto des Weltgebetstags aus Vanuatu, in dessen Mittelpunkt der Bibeltext aus Matthäus 7, 24 bis 27 stehen wird. Denn nur das Haus, das auf festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in der Bibelstelle bei Matthäus. Dabei gilt es Hören und Handeln in Einklang zu bringen: „Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes Wirklichkeit. Wo wir uns daran orientieren, haben wir ein festes Fundament – wie der kluge Mensch im biblischen Text. Unser Handeln ist entscheidend“, sagen die Frauen in ihrem Gottesdienst.

Ein Ansatz, der in Vanuatu in Bezug auf den Klimawandel bereits verfolgt wird. Denn die 83 Inseln im pazifischen Ozean sind vom Klimawandel betroffen wie kein anderes Land, und das, obwohl es keine Industrienation ist und auch sonst kaum CO2 ausstößt. Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen. Durch deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Stei­gende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher. Zudem steigt nicht nur der Meeresspiegel, sondern auch die tropischen Wirbel­stürme werden stärker. So zerstörte zum Beispiel 2015 der Zyklon Pam einen Großteil der Inseln, 24 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Wirbelsturm. Um dem entgegenzuwirken, gilt seit zwei Jahren in Vanuatu ein rigoroses Plastikverbot. Die Nutzung von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor ist verboten. Wer dagegen verstößt muss mit einer Strafe von bis zu 900 Dollar rechnen.

Keine Frau im Parlament

Doch nicht alles in dem Land ist so vorbildlich. So sitzt im vanuatuischen Parlament keine einzige Frau, obwohl sich 15 im Jahr 2020 zur Wahl stellten. Frauen sollen sich „lediglich“ um das Essen, die Kinder und die Pflege der Seniorinnen und Senioren kümmern. Auf sogenannten Mammas-Märkten ver­kaufen viele Frauen das, was sie erwirtschaften können: Gemüse, Obst, gekochtes Essen und einfache Näharbeiten. So tragen sie einen Großteil zum Familieneinkommen bei. Die Entscheidungen treffen die Männer, denen sich Frauen traditionell unterordnen müssen. Machen Frauen das nicht, drohen ihnen auch Schläge. Das belegt die einzige Studie über Gewalt gegen Frauen in Vanuatu, die 2011 durchgeführt wurde: 60 Prozent der befragten 2.300 Frauen gaben demnach an, dass ihr Mann schon einmal ge­walttätig geworden sei.

Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit: Zum Beispiel im pazifischen Raum, auch auf Vanuatu. Dort lernen Frauen sich über Medien eine Stimme zu verschaffen, damit ihre Sichtweisen und Probleme wahrgenommen werden. Oder in Indonesien, wo Frauen neben ökologischem Landbau lernen, welche Rechte sie haben und wie sie um deren Einhaltung kämpfen.

Wir freuen uns schon und diesen Weltgebetstag und es können gerne noch weitere Interessierte zum Gottesdienst mitgebracht werden.
Herzliche Grüße
Das Vorbereitungsteam zum Weltgebetstag in Oberschleißheim

Brigitte Loipersberger und Gönke Klar

Bei Fragen können Sie mich gerne anrufen: Gönke Klar 0176 20370526

 
 

Alle Daten

  • 5. März 2021 18:00
  • 20. Dezember 2019 19:15

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