Schleißheimer Künstlertasse mit Kloster Mittenheim

21. April 2018

Sammlertasse des Tourismusvereins wurde heuer von Stefanie Ihlefeldt gestaltet

Das Kloster Mittenheim ist das Motiv der Künstlertasse 2018 des Tourismusvereins Schleißheim. Gestaltet wurde die dritte Tasse in der Sammelreihe von der Unterschleißheimerin Stefanie Ihlefeldt. Die Tasse wurde beim „Schleißheimer Frühling" vorgestellt, wo sie gleich großen Absatz fand. Erhältlich ist sie nun wie ihre beiden Vorgängermotive im Tourismusbüro. Tasse2018
Stefanie Ihlefeldt stammt aus Wien und lebt seit 1979 in Unterschleißheim. Die 67jährige hat hier als Friseurmeisterin gearbeitet, bis vor kurzem mit eigenem Laden. Neben Einzelausstellungen ist sie auch Mitglied bei den Gruppenausstellungen der Unterschleißheimer Künstlerpalette und des Hallbergmooser Künstlerstammtischs.
Die Künstlertasse des Tourismusvereins mit Schleißheimer Motoven, gesehen von Schleißheimer Künstlern, ist 2016 mit dem Alten Schloss Schleißheim von Jürgen Pichler gestartet, 2017 zeigte die Tasse den alten Bahnhof von Schleißheim, gestaltet von Theresa Maier.

Start der Gondelsaison in der Schlossanlage Schleißheim

13. April 2018

Wie die Bayerische Schlösserverwaltung und der Gondelfahrbetrieb „La Gondola Barocca“ mitteilen, wird die Gondelsaison in der Schlossanlage Schleißheim am kommenden Sonntag, den 15. April, anlässlich des dort stattfindenden Frühlingsmarktes „Schleißheimer Frühling“ starten. Ab 13 Uhr können Besucher dann für 8 Euro pro Person eine Gondelfahrt auf dem Mittelkanal der Schlossanlage Schleißheim im Norden Münchens genießen. LaGondola

Am Wochenende vom 20. bis 22. April kommen die Gondeln während des Gartenfestivals im Hofgarten Schleißheim zum Einsatz. Eine weitere traditionelle Frühlingsveranstaltung, bei der die Gondeln nicht fehlen dürfen, ist der Töpfermarkt im Maximilianshof von Schloss Schleißheim, der dieses Jahr am 5. und 6. Mai Besucher willkommen heißt.

Die Buchungen von Gondelfahrten für die Saison 2018 sind bereits in vollem Gange. Insbesondere die abendlichen Fahrten in den Sonnenuntergang oder die kulinarischen Gondelfahrten, bei denen während der Fahrt unterschiedliche Gerichte angeboten werden, erfreuen sich großer Beliebtheit. Noch sind Termine frei, doch der Kalender füllt sich schnell. Und eine Reihe von Heiratsanträgen sind ebenfalls schon wieder eingeplant. Buchungen sind möglich über die Website www.la-gondola-barocca.de/lgb-buchung.

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Werben für Schleißheim

26. Februar 2018

 MesseFreeAuf der Reise- und Freizeitmesse "f.re.e" derzeit in München präsentierte der Tourismusverein wieder Schleißheims Attraktionen und parallel dazu den gesamten Landkreis München. Die "f.re.e" fand noch bis 25. Februar auf dem Messegelände München statt.
Schon 2017 hatten das Landratsamt und der Schleißheimer Verein kooperiert. Die Resonanz auf den Messestand war bei der damaligen Premiere überwältigend. "Wir haben viele Besucher für unsere Attraktionen begeistern können", bilanzierte Gerhart Maier, der Vorsitzende des Tourismusvereins. Den Messestand teilte man sich mit der Region Ebersberg.

Schleissheimer Zeitung

Wege des Ruhms und der Liebe

22. Februar 2018

Vor 60 Jahren drehten Stanley Kubrick und Kirk Douglas in Schleißheim "Paths of Glory", ein Meisterwerk der Filmgeschichte

FilmFranzösische Soldaten stehen Spalier, der General wird an der langen Front des chateau entlang gefahren, dann schreitet er auf dem Weg ins Schloss die Garde ab. "Tremendous" sei es hier, großartig, schwärmt der Ankömmling über das Interieur. Ach ja, kokettiert der Offizier, der ihn empfängt, "I wanted to create a pleasant atmosphere", ich wollte mir eine gemütliche Atmosphäre schaffen. So beginnt der Weg des Ruhms, "Paths of Glory", zitiert aus einem Gedicht des 18. Jahrhunderts von Thomas Gray: "The paths of glory lead but to the grave." Die Wege des Ruhms führen aber ins Grab. Schnitt.

Von den Hunderttausenden Menschen auf der ganzen Welt, die in den vergangenen sechs Jahrzehnten das Schleißheimer Schlossensemble kennengelernt haben, Altes und Neues Schloss, den Park und sogar die Stallungen des Wilhelmshofes - wissen es die meisten gar nicht. Denn ungeachtet der über 50.000 Schlossbesucher jährlich und der Zehntausende, die durch alle Jahreszeiten im Park flanieren, haben noch sehr viel mehr die Anlage auf der Kinoleinwand gesehen oder zuhause auf dem Sofa, via Videokassette, DVD oder streaming. Die Schlossanlagen bilden die Kulissen in einem herausragenden Film der Kinogeschichte, "Paths of Glory", deutscher Titel: Wege zum Ruhm, von Regisseur Stanley Kubrick 1957 gedreht, mit Kirk Douglas als Produzent und in der Hauptrolle. Vor 60 Jahren, am 18. September 1957 (nach konkurrierenden Quellen am 1. November), hatte der Film in München Weltpremiere. Douglas, Star in Dutzenden Erfolgsfilmen, soll über die "Paths of Glory" zehn Jahre nach der Veröffentlichung gesagt haben: "There's a picture that will always be good, years from now. I don't have to wait 50 years to know that; I know it now" (Der Film wird immer gut sein, noch nach Jahren. Ich brauche nicht 50 Jahre warten, um das beurteilen zu können, ich weiß es jetzt schon). Und Schleißheim ist darin mehr als Kulisse - es hat eine bedeutende Rolle. Schnitt.

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Wie die evangelische Christengemeinde von Schleißheim ausgerechnet im Schloss ihres erbittertsten Gegners aufgebaut wurde

19. Februar 2018

Zum Reformationsjubiläum 2017 zur Erinnerung an den Lutherschen Thesenanschlag vor 500 Jahren steuert Schleißheim einen bizarren Treppenwitz der Geschichte bei. Denn im Alten Schloss des bayerischen Herzogs Maximilian, einem zentralen Führer der Gegenreformation und Streiter der vordersten Front wider den protestantischen Glauben, wurde zwei Jahrhunderte später - die evangelische Gemeinde von Ober- und Unterschleißheim aufgebaut.

"Drei Stunden Ritt bei München, in Schleißheim, hauste der Bayer in seiner Sommerresidenz auf der Schwaig; die kleine Mosach rieselte durch einen Hof, trieb ein Mühlrad, durch einen anderen Hof das geschwätzige Wässerchen der Würm. Breite, geblökerfüllte Stallungen, Wiesen an sanften Abhängen, Ährenfelder, Müller, Viehmeister, Schweizer, Allgäuer." Mit dieser Szenenbeschreibung leitet Alfred Döblin in seinem opulenten Historienroman "Wallenstein" ein Kapitel über Kurfürst Maximilian ein, der als "der Bayer" gemeint ist.
Maximilian schaut bei Döblin in Schleißheim zusammen mit seinem Hofstaat eine Ringkampf-Vorführung: "Sankt Urbanstag; im grauen Regenwetter schlugen im Dorf die Kinder ein Holzbildchen des Papstes. Im innern Hof der Schwaig klopfte der Maienregen auf das Bretterdach einer kleinen Spielhalle; drin drängten sie sich auf ihren Sesseln hinter dem frierenden Kurfürsten - blauer Samtmantel bis auf die gelben Handschuhe, blauer aufgeschlagener Samthut mit Perlenschnur, altes gefälteltes schlaffes Gesicht. Sie saßen stumm vor der niedrigen schmalen engen Holzbühne, auf deren teppichbelegten Brettern sich zwei Menschen, nackt bis zum Gürtel, boxten, im trüben Nachmittagslicht hin und her sprangen. Leibwache mit Kopfhaube Hellebarde Schwert breitbeinig in Doppelreihe an beiden Längsseiten der Halle".
Die im kurzatmigen expressionistischen Erzählstil Döblins hingetupfte Szene der Zerstreuung aus einer Fürstenresidenz mag Schleißheim Mitte des 17. Jahrhunderts lebendig illustrieren; zu vernachlässigen sind da kleinere Ungenauigkeiten im Quellenstudium: Ein Dorf, in dem Kinder hätten spielen können, gab es beim Schloss damals noch nicht. Und "sanfte Abhänge", die der Berliner Döblin sicher mit Bayern assoziierte, müsste er ausgerechnet in Schleißheim vergebens suchen.

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