Gigant am Boden

Bei der Anordnung des „Schleißheimer Advents“ war die „Trans-All“ das Herzstück

künftig wird sie eine Attraktion des Deutschen Museums sein. Das ausgemusterte Militärflugzeug ist im Oktober mit seinem letzten Flug auf dem historischen Flugplatz Schleißheim gelandet und wird nun für die Ausstellung des Luftfahrtmuseums hergerichtet. Transall2

Die „Trans-All C-160“, eine 32 Meter lange Transportmaschine der Bundeswehr mit 40 Meter Flügelspannweite, war 2017 nach der Auflösung des Standorts Penzing zum Lufttransportgeschwader 63 nach Hohn verlegt worden. Für den letzten offiziellen Flug ins Museum war sie mit dem Schriftzug ‚Servus Transall… mach‘s guad!‘ am Seitenleitwerk geschmückt worden.

Das größte Exponat der Flugwerft ist sogar zu groß für die Ausstellungshallen. Auf dem Freigelände werden nun Betonsockel errichtet, auf denen das Flugzeug dauerhaft gelagert werden kann. Derzeit wird es ertüchtigt, dass es im Freien überdauern kann. Als erste Maßnahme war noch vor dem „Advent“ ein Entfeuchter eingebaut worden.

Das Leergewicht der „Trans-All“ beträgt 28.946 Kilogramm, das maximale Startgewicht war 49.150 Kilogramm. An Höchstgeschwindigkeit schaffte das Flugzeug 513 km/h. Der Leistung der beiden Rolls-Royce-Tyne-Mk.22-Propellerturbinen beträgt zweimal 5738 PS.

Vom Museum ist geplant, das riesige Gerät für Besucher begehbar zu machen. Dazu muss auch ein neuer Boden verlegt werden. Weil man das Flugzeug im Freien nicht durchgängig offen lassen kann, ist derzeit angedacht, es etwa zweimal täglich geführt besichtigen zu können. Noch heuer soll es damit losgehen.

Die Transall wurde von den Luftstreitkräften Deutschlands, Frankreichs und der Türkei und von einigen zivilen Betreibern eingesetzt. Seit 2013 wurde sie nach und nach durch den Airbus A400M abgelöst. Hauptaufgaben waren der Transport von Material und Personal, das Absetzen von Fallschirmjägern und Lasten sowie der Transport von Verletzten mit ärztlicher Begleitung aus einer Gefahrenzone.

Die in Schleißheim ausgestellte Maschine stammt aus den 1970er Jahren und war unter anderem bei Hilfsflügen in Afrika im Einsatz. Dazu wurde sie für zahlreiche Logistik- und Versorgungsflüge in die USA genutzt.

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