ReitER - und Kutschengala 2017

Die diesjährige Reiter- und Kutschengala präsentiert sich gemeinsam mit dem Churbayrischen Freudenfest im Schleißheimer Schlosspark.

Am 3. September 2017 lädt der Bayerische Reit- und Fahrverband unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Dr. Markus Söder MdL, unterstützt vom Verein Fahrkultur und -sport im Pfaffenwinkel, die Freunde des traditionellen Pferdesports wieder zur Historischen Jagd- und Kutschengala in den barocken Schlosspark von Schleißheim. Unter dem Motto Historische Reiter- und Kutschengala wird den Besuchern auch heuer wieder ein stilvoller Ausflug in die Vergangenheit geboten. Vorführungen historischer Kutschen, elegante Reiterinnen im Damensattel, schneidige Kavalleristen sowie klassisch - barocker Reiterformationen entführen in alte Zeiten. Das Pferd wird zum Mittelpunkt eines prächtigen Ensembles höfischer Architektur und Gartenbaukunst des 17. und 18. Jahrhunderts.

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Mit der Historischen Reiter - und Kutschengala verbinden die Veranstalter ein großes Anliegen, nämlich einen Beitrag zu leisten für die Erhaltung und Pflege des Kulturgut es „Pferd“. Über Jahrhunderte stand das Pferd im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Als Arbeitskraft, als Fundament für Mobilität und militärische Aktivitäten aber auch als Mittel für Repräsentation und Selbstdarstellung. Eine breite Palette spezieller Formen des Gebrauchs von Pferden hatte sich entwickelt. Leider verschwanden viele davon mit dem Siegeszug des Automobils oder gerieten in Vergessenheit. Die Veranstaltung 2017 aber möchte vor allem an die ästhetische Ausstrahlung des Partners Pferd in alten Zeiten erinnern. Im prächtigen historischen Ambiente des Schlossparks wird dem Publikum gezeigt, wie früher geritten und gefahren wurde. Im Kern des Veranstaltungsprogramms der Historischen Reiter- und Kutschengala werden deshalb eine Reihe „pferdespezifischer“ Elemente stehen.

Die diesjährige Veranstaltung, heuer übrigens die zehnte Auflage, gliedert sich in zwei Hauptteile. Im ersten Hauptteil von 10 bis 17 Uhr präsentiert sich eine Gala historischer Reiter und traditioneller Kutschen aus den Epochen 18. bis frühes Jahrhundert. Die Darbietungen im zweiten Hauptteil – von 17 bis 22 Uhr - dagegen orientieren sich ganz am legendären „Blauen König“, dem Kurfürsten Max Emanuel und seiner Zeit. Diese Teilveranstaltung ist als attraktive Ergänzung der Gala und als Werbung für eine große Veranstaltung im nächsten Jahr gedacht. Die pferdespezifischen“ Elemente der Veranstaltung rundet in jedem der beiden Hauptteile ein reiches Rahmenprogramm ab. Den Besuchern wird ein interessanter, abwechslungsreicher Ausflug in einer herrlichen barocken Kulisse geboten.

Programm - Ablauf:

10 bis 17 Uhr Historische Kutschen und Reitergala (Hauptteil I)

  • 10 h 00 – 12 h 30 Traditionswettbewerb Fahren (Gespannkontrolle) am Schloss Lustheim.
  • 10 h 30 – 11 h 30 Präsentation: Reiterinnen im Damensattel (Wiese südl. der großen Fontäne)
  • 11 h 00 – 15 h 00 Lebendige Porzellan-Maler-Werkstatt mit Vorführungen durch Porzellanmaler Jörg Kugelmeier, Lenggries im Festsaal des Schlosses Lustheim
  • 10 h 30 – 13 h 00 Traditionswettbewerb Fahren (Gang der Pferde und Können des Fahrers) am Neuen Schloss vor der Gartenterrasse
  • 11 h 30 – 12 h 30 Präsentation: bayerische historische Kavallerie (Wiese südl. der großen Fontäne)
  • 12 h 30 – 13 h 15 Barockpferdevorführung der Reitergruppe „Showpferde - Allgäu“ (Wiese südl. der großen Fontäne)
  • 13 h 15 – 14 h 00 Präsentation: Quadrille „Freunde der iberischen Reitkunst“(Wiese südl. der großen Fontäne)
  • 13 h 00 – 15 h 00 Picknick der Gespanne am Schloss Lustheim. Kutscher mit Passagieren stehen den Besuchern für Fragen zur Verfügung.
  • 13 h 00 – 14 h 00 Führung des Nationalmuseums in Schloss Lustheim mit Dr. Gudrun Szczepanek: Pferde, Kutschen, Hofvergnügen – Technik und Themen der Porzellan - Malerei im 18. Jahrhundert
  • 14 h 00 – 15 h 00 Greifvogelschau Jagdfalken (Wiese südlich des Garten Parterres vor den südlichen Arkaden)
  • 14 h 00 – 15 h 00 Reitergruppen präsentieren sich den Besuchern an der großen Fontäne (Rondell neben dem Biergarten)
  • 15 h 00 – 16 h 30 Kutschen: Vorstellung an der Gartenterrasse. Einzelparade im Schlosspark.
  • 16 h 30 – 17 h 00 Schlussaufstellung im Parterre vor Neuem Schloss mit Siegerehrung der Traditionsfahrer.

17 bis 22 Uhr Churbayerisches Freudenfest (Hauptteil II)

Das Programm des Churbayerischen Freudenfestes läuft in kleinen Kostproben ab 12 Uhr, schwerpunktmäßig mit Vorführungen ab 17 Uhr. Präsentation des Parmasan um 18 Uhr. Kanalspektakel 20 bis ca.22 Uhr

Termin im Kalender

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Veranstalter: Bayerischer Reit- und Fahrverband e. V.  Schleppjagdverein von Bayern e.V.   Fahrkultur und -sport im Pfaffenwinkel e. V. Begleitprogramm zur Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung Karl lV

 

Historische Kutschen und Reitergala (Hauptteil I)

Traditionswettbewerb Fahren

Das Pferd vor dem Wagen war für unsere Vorfahrennicht nur Arbeitskraft,sondern auch äußerst beliebtes Medium zur Selbstdarstellung. Exquisite Kutschen dienten vor allem Adel und Bürgertum zur Repräsentation. Bei Ausfahrten in den Alleen der Großstädte konnte man sich in nobler Aufmachung zeigen. Man wollte gesehen werden, aber auch die „Konkurrenz“ begutachten. Bei Landpartien brillierten sportliche Herrenfahrer mit rasanten Gespannen. Erfreulicherweise gibt es Enthusiasten,

die diese Schönheit und Eleganz früherer Zeiten erhalten wollen. Sie haben sich dem traditionellen Kutschenfahren verschrieben und möchten und das Kultur gut „Kutsche-Pferd-Anspannung“ dem Publikum nahe bringen. Historische Kutschen werden mit viel Liebe und Verständnis zum Detail restauriert. Der Herr und die Dame auf der Kutsche müssen in ihrer Kleidung – elegant oder sportlich

dazu passen. Die Bespannung mit edlen Pferden und aufwändigem Geschirr lassen das ganze Gespann zum Augenschmaus für den Betrachter werden. Und wenn man schon so viel Arbeit und Geld in ein solches Gespann investiert, möchte man sich natürlich auch zeigen. Die Möglichkeit dazu bieten so genannte Traditionswettbewerbe.

Das Kernelement des Veranstaltungsprogramms der Historischen Reiter - und Kutschengala bildet ein so genannter Traditionswettbewerb nach dem Reglement „Wettbewerbsordnung für den Breitensport (WBO)“ der „Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN)“. Begonnen wird gegen 10 Uhr mit der Gespannkontrolle vor Schloss Lustheim. Dabei fahren die historischen Equipagen einzeln vor, werden vorgestellt und von einem Richter-Gremium nach internationalen Regeln hinsichtlich ihrer historischen Authentizität beurteilt. Anschließend fahren die Gespanne durch den Park vor die Terrasse des Neuen Schlosses, wo von einem weiteren Richter - Gremium der fahrerische Eindruck – Gang der Pferde und Können des Fahrers – beurteilt wird. Am Nachmittag versammeln sich die Gespanne dann wieder auf der Rasenanlage um Schloss Lustheim zu einer farbenfrohen Picknickgesellschaft. Pferde, Kutscher und Beifahrer werden versorgt. Interessierte Besucher erhalten die Gelegenheit, die Gespanne aus der Nähe zu betrachten und Fragen zu stellen.

Reiterinnen präsentieren sich im Damensattel. Bereits im Altertum sind Menschen im Seitsitz geritten, ein Reitweise, die besonders im 18. und 19. Jahrhundert einen kulturellen Höhepunkt erlebte. Die vornehme Damenwelt der damaligen Zeit pflegte diese Art zu reiten vor allem deshalb, um sich wie ihre Kavaliere zu Pferde zeigen zu können. Im 19. Jahrhundert wurde sogar im angelsächsischen Raum, vorgeblich der Sittlichkeit wegen, von Frauen erwartet, nur im Damensitz zu reiten. Schneidige Reiterinnen aber hinderte das nicht, auch im Damensattel bei den früher so beliebten Reitjagden mitzumachen. Vor allem die als begeisterte Amazone bekannte Kaiserin Sisi machte das Jagdreiten auch für Frauen populär. Noch in der heutigen Zeit wird vor allem in England sehr viel im Damensattel geritten - besonders gefördert durch Königin Elisabeth II. In den Niederlanden, Frankreich, Schweden und den USA pflegen ebenfalls eigene Vereine das Reiten im Damensattel. In Tschechien wird sogar eine nationale Meisterschaft durchgeführt. Bei der diesjährigen Historischen Reiter - und Kutschengala werden Reiterinnen der bundesweit aktiven Vereinigung RID REITEN IM DAMENSATTEL e.V. diese wunderschöne Reitweise vorführen und dem Publikum interessante Details erläutern.

Bayerische Reiter demonstrieren Kavallerie-Reitsport (KRS) In der großen Zeit der europäischen Kavallerie von 1500 bis 1900 entwickelte sich das wesentliche Fundament des heutigen Reitsports. Die vielfältigen Leistungsanforderungen an damalige Reitersoldaten und ihre Pferde finden sich in den heutigen Dressur-, Spring-und Vielseitigkeitsturnieren wieder. Aus der dynamischen Gebrauchsreiterei des Militärs leiteten sich schrittweise die Grundelemente des modernen Leistungssports ab. Nicht zuletzt waren es schließlich schneidige Offiziere, die durch spektakuläre Erfolge den Turniersport prägten und populär machten. Im Rahmen der Pflege des Kulturgutes „Pferd“, gewinnt heutzutage eine neue reitsportliche Disziplin, der Kavallerie - Reitsport (KRS), immer mehr Anhänger. In historischen Originaluniformen wird mit Dressur, Springen, Patrouillenprüfungen, Jagdrennen, Schießen, Waffenreiten und Verfassungsprüfungen das anspruchsvolle Spektrum der ehemaligen militärischen Reiterei gepflegt. Der Deutsche Kavallerieverband e.V. (www.kavallerie.net) hat sich die nationale und internationale Repräsentation der deutschen Kavalleriever eine und historischen Reitergruppen auf die Fahnen geschrieben. Auch in Bayern finden immer mehr Reiter Gefallen daran, sich als fesche Reitersoldaten zu präsentieren. Bei der Historischen Reiter - und Kutschengala bietet sich die Gelegenheit, für diese noch junge reitsportliche Disziplin zu werben. Historische Reitergruppen erinnern an fürstlichen Glanz im Schlosspark. In der Blütezeit des Barock (17. b

is 18. Jahrhundert) entwickelte sich die klassisch- barocke Reiterei. Diese Reitweise ist gekennzeichnet durch eine hohe Versammlung des Pferdes und erhabene Aktionen wie z.B. der spanische Tritt. Lipizzaner, Andalusier, Lusitanos, Berber, Kladruber, Knabstrupper oder Friesen sind besonders geeignete Pferde für diese Reitweise. In Deutschland steigt die Zahl der Barockpferdereiter ständig an. Spezielle Turniere für Barockpferde werden ausgerichtet. Vorführungen von Quadrillen (Formationsreiten) und Pas de Deux auf Pferden im barocken Typus finden großen Anklang beim Publikum. Barockpferderassen sind immer mehr im Kommen, werden immer beliebter. Kein Wunder

also, dass es auch immer mehr Reitergruppen gibt, die in stilechter Kostümierung der Reiter und Ausrüstung der Pferde in vielen Schauprogrammen auftreten. Bei der Historischen Reiter - und Kutschengala werden es die in Barocker Mode gekleideten Reiterinnen des Formationsteams „Showpferde-Allgäu“ sein, die auch heuer wieder ein reichhaltiges Repertoire bieten werden. Spanische Impressionen dagegen können die Besucher von den Vorführungen der Reiterformation „Freunde der iberischen Reitkunst“ erwarten. Barock wird es dann wieder, wenn das „Friesenteam-Excalibur“ im Schlosspark flaniert.

Rahmenveranstaltung des Bayerischen Nationalmuseums

Auch in diesem Jahr bereichert das Bayerische Nationalmuseum das Programm der Historischen Reiter- und Kutschengala wieder durch besondere, für diese Veranstaltung konzipierte Attraktionen im Schloss Lustheim:

11 – 15 Uhr Lebendige Porzellan – Maler - Werkstatt mit Vorführungen durch Porzellanmaler Jörg Kugelmeier (Lenggries) im Festsaal des Schlosses

        13 Uhr Führung mit Dr. Gudrun Szczepanek: Pferde, Kutschen, Hofvergnügen – Technik und Themen der Porzellan - Malerei im 18. Jahrhundert Das „weiße Gold“ Porzellan war im 18. Jahrhundert von einer Exklusivität, die sich fast nur der Adel leisten konnte. In den Motiven und Dekoren spiegelt sich deshalb auch die Vorstellungs- und Lebenswelt der hochgestellten Kundschaft wieder. Fürstliche Jagden, Promenaden zwischen Wasserspielen im Schlosspark, galante Stelldicheins oder Maskeraden gehörten zu den Freizeit vergnügungen des hohen Adels. Entdecken Sie in der Meißener Porzellan - Sammlung in Schloss Lustheim, wie sich die höfische Welt des 18. Jahrhunderts amüsierte. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos; es gilt die Eintrittskarte in die Sammlung. Achtung: Treffpunkt direkt in Schloss Lustheim

Greifvogelschau

Jahrhundertelang war die Beizjagd ein Privileg des Adels. Besonders die Beizjagd zu Pferd war eine Passion fürstlicher Herrschaften . Die Greifvogelflugvorführungen des Falkners Wolfgang Schreyer, Landesvorsitzender Bayern des Deutschen Falkenordens, im Schlosspark erinnern an diese Zeit.

Schleißheimer Beiträge zum Rahmenprogramm:

Wenn man neben so einem Ensemble prächtiger historischer Schösser und Parkanlagen wohnt, inspiriert diese Nachbarschaft ganz offensichtlich. Schleißheimer Bürger beteiligen sich deshalb auch heuer wieder mit Beiträgen rund um das nostalgische Geschehen der Historischen Reiter - und Kutschengala:

  • Schleißheimer Schlosspfeifer

Zur Unterhaltung des Publikums spielen die Schleißheimer Schlosspfeifer auf.. Diese präsentieren sich in der Uniform des 2. Linien Infanterie Regiments Kurprinz von 1805, dessen Träger der spätere bayerische König Ludwig I: war. Freunde von Schleißheim in barocken Kostümen. Eine kleine Gruppe von Mitgliedern des Vereins „Freunde von Schleißheim e.V. “ hat es sich zum Ziel gesetzt, Auftritte in historischen Kostümen zu verwirklichen. Die Damen und Herren kleiden sich mit in Eigenregie erstellten oder vereinseigenen Kostümen nach barocken Vorbildern ein. Sie werden dabei fachkundig von der Leiterin der Barockgruppe unterstützt. (http://www.freunde-von-schleissheim.de/html/barockgruppe.html)

  • Venezianische Gondelfahrt

Auf dem Großen Kanal in der Mittelachse des Parks, zwischen Großer Fontäne und Schloss Lustheim, lädt eine originale venezianische Gondel zum Mitfahren ein. GegenGebühr kann sich der Besucher als Mitglied einer kurfürstlichen Hofgesellschaft fühlen, an der das historische Treiben im Park vorbeigleitet. (https://www.la-gondola-barocca.de/)

Churbayerisches Freudenfest (Hauptteil II)

Der bekannte Historiker Dr. Marcus Junkelmann, der über Kurfürst Max Emanuel als Feldherr seine Dissertation geschrieben hat, plant für 2018 im Schlosspark von Schleißheim eine Veranstaltung, die als barockes Kunstwerk die Besucher in die traumhafte Welt vor 300 Jahren eintauchen lässt. Der Park soll die monumentale Kulisse bilden für ein „Churbayerisches Freudenfest“, ein barockes Kunstwerk für alle Sinne. Vor allem soll 2018 nach genau 300 Jahr en das Turnierdrama “Einst an der lieblichen Isar“ des bayerischen Hofkomponisten Pietro Torri erstmals wieder aufgeführt werden. Die Historische Reiter - und Kutschengala 2017 wird deshalb - als Vorprogramm zu diesem Ereignis mit einem Pferdeprogramm sowie einem kulturellen und spektakulären Rahmenprogramm erweitert.

Churbayerisches Pferdeprogramm

In der nördlichen Allee des Parks wird ein im Turnierbuch des Kronprinzen Karl Albrecht für das Jahr 1721 überliefertes Fastnachtsturnier inszeniert. Dazu gehören die höfischen reiterlichen Wettbewerbe: Ringstechen Kopfstechen und Quintanastechen Getümmel mit Scherzwaffen. Ferner werden bayerische Kavallerietypen des 17. und 18. Jahrhunderts gezeigt und erklärt, und ihre Einsatzweise im Zusammenwirken mit Infanterie vorgeführt. Die Ausführung des reiterlichen Teils liegt bei der auf historisches militärisches Reiten spezialisierten Gruppe „Timetrotter“ aus Hannover.

Churbayerisches Kulturprogramm (Musik und Tanz)

Im Gardensaal des Neuen Schlosses (kostenfreier Zugang von der Parkseite) werden den Besuchern Aufführungen von Höfischer Barockmusik und Höfischer Tanz geboten. Für den musikalischen Genuss sorgt der bekannte Virtuose Jakob Rattinger auf seiner Viola da Gamba. Die Viola da Gamba war das gefragteste solistische Streichinstrument in Europa, bis es von der Geige mit ihren großen Virtuosen abgelöst wurde. Höfischen Tanz präsentieren das populäre Tanztheater des Gregorio Lambranzi sowie die Gruppe „La Danza“ Ismaning, geleitet von der international renommierten Tanzhistorikerin Jadwiga Nowaczek. Kostüme im kurfürstlichen Schleißheim Ergänzend zu den Musik-und Tanzvorführungen ist Gardensaal des Neuen Schlosses (kostenfreier Zugang von der Parkseite) eine Kostümschau zu sehen, die die Entwicklung der Damen - und Herrenkostüme im ittelsbachischen Schleißheim des 17.- 18. Jahrhunderts an Beispielen vorführt.

Churbayerische „Bauernwirtschaft“

Ein beliebtes höfisches Vergnügung war es im Stil einer Bauernwirtschaft zu feiern, bei der sich die Herren und Damen nach volkstümlicher Art belustigten. Eine entsprechende Erinnerung an diese Vergnügungen wird deshalb im Schlosspark geboten. Die Gruppe „Wittelsbacher Turmpfeifer“ aus Landshut sorgt für die entsprechende Musik. An Ständen werden barocke Accessoires wie Fahnen, Wappen, venezianische Masken für das abendliche Gondelprogramm, ferner Würzwein nach Rezept von 1719 angeboten. Ein Höhepunkt ist die Präsentation des Käs nach „Parmasan“- Art „. Nach einem historischen Rezept knüpft „Der Schleißheimer“, an die Tradition der berühmten Schleißheimer Parmesan-Produktion in der herzoglich - kurfürstlichen Schwaige an.

Abendliches Kanal - Spektakel

Bei Einbruch der Dunkelheit (ca. 20 Uhr) verlagert sich die Aktion in Richtung Mittelkanal. Es werden die beliebten venezianischen Inszenierungen und Feuerwerksspektakel thematisiert. Bei Fackelschein leuchten die weißen Masken aus der Dunkelheit. Die Gondel greift eine schwimmende Burg an, von der aus ein Feuerwerk abgebrannt wird, begleitet von Musik, Kanonen- und Musketenschüssen.

Fotogalerie Jagd und Kutschengala